Das Projekt
Ziel der ersten Phase des Projektes „Wissen und Können“ war eine differenzierte Untersuchung des Unterschiedes zwischen Wissen und Können und der diesen kognitiven Sphären zugrundeliegenden Fähigkeiten. Dazu sollten zum einen durch die philosophischen Teilprojekte das begriffliche Instrumentarium entwickelt werden, das nötig ist, um Wissen und Können adäquat zu beschreiben, zum anderen sollte dieses Instrumentarium in den empirischen Teilprojekten zur Anwendung gebracht werden. Auf diese Weise sollte nicht nur geklärt werden, wie Wissen und Können begrifflich voneinander zu unterscheiden sind, sondern auch, wie sich Wissen und Können konkret in natürlichen kognitiven Systemen manifestieren.
In der zweiten Projektphase wollen wir die Abhängigkeit kognitiver und sozialer Fähigkeiten von den natürlichen Bedingungen untersuchen, unter denen sie angeeignet und ausgeübt werden. Der Fokus soll dabei auf möglichen Quellen von Konflikten zwischen verschiedenen beteiligten Repräsentationsformaten liegen. Wir glauben, dass solche Konflikte zwischen Repräsentationsformaten sich in den durch sie gestützten kognitiven Leistungen niederschlagen. Wissen über die Abhängigkeit solcher Konflikte von natürlichen Kontexten ihrer Aneignung und Ausübung kann dazu genutzt werden, um die aus ihnen resultierenden Leistungsdefizite zu verringern.
