Herzlich willkommen auf den Seiten des interdisziplinären Forschungsprojektes Wissen und Können!
Wissen und Können markieren nach herkömmlicher Auffassung streng getrennte Sphären kognitiver Leistungen des Menschen. Die philosophische Erkenntnistheorie hat ihre Aufmerksamkeit ganz überwiegend auf das Wissen, und dabei besonders auf die höchste Form menschlichen Wissens, das wissenschaftliche Wissen, gerichtet. Die vielfältigen Formen des Könnens wie Klavierspielen, Fahrradfahren oder sich zielgerichtet durch eine Fußgängerzone bewegen erscheinen in der Erkenntnistheorie dagegen nur als Randnotiz. Damit geht eine bestimmte fragwürdige Annahme über den Zusammenhang von Wissen und Können einher: Wissen besitzt die Struktur von Sätzen, es liegt unabhängig von jenen Fähigkeiten vor, in denen es sich aktualisiert, und wird im Fall des Ausübens von Fähigkeiten aktiviert.
Ziel des Projekts ist es demgegenüber daher, das Können als eigenständige Sphäre zur Geltung zu bringen.
Das Projekt zeichnet sich durch die fruchtbare, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Philosophie, Psychologie und Hirnforschung aus:
Prof. Dr. Andreas Bartels, Philosophie, Universität Bonn
PD Dr. Mark May, Psychologie, Universität der Bundeswehr, Hamburg
Prof. Dr. Albert Newen, Philosophie, Universität Tübingen
Prof. Dr. Dr. Kai Vogeley, Neurowissenschaften, Universität Köln
Prof. Dr. Rainer Stuhlmann-Laeisz (Philosophie, Uni Bonn) war an der ersten Phase des Projektes beteiligt.




